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Wir danken allen Besuchern und Referenten welche am Forum Teil genommen haben.

Vortrag 1

Christian Dürr

Dipl. El.-Ing. FH/NDS

 

Intelligentes Stromnetz: “Smart Grid” Wo stecken wir heute?

Europäischer Energieausgleich und Smart Grid: Verhindern sie den “Black Out “???

 

Vermehrt treten kleine Stromerzeuger in den Markt ein, die ebenfalls Strom aus regenerativen Quellen erzeugen. Die Anzahl der Stromproduzenten steigt. Um mit den zunehmenden Schwankungen der Stromproduktion zurecht zu kommen, müssen die Stromübertragungsnetze intelligenter werden. Die Produktion und der Verbrauch müssen besser ausbalanciert werden: Eine stärkere Automatisierung der Netze ist notwendig. Smart Grid sind ein Lösungsansatz für diese Herausforderungen. Dabei geht das Stromnetz eine Symbiose mit modernen Informations- und Kommunikationstechnologien ein und wird so intelligenter und flexibler steuerbar und lösen die überalterten Rundsteuerungen ab.

(Quelle: swiss grid)

Foto ABB

Vortrag 2

Neues aus der Energiespeichertechnik

 

Dr. Cord Heinrich Dustmann

Physiker

CEO Batterie Consult Meiringen

 

Perfektionierte, nachhaltige, langlebige und preisgünstige Neuausgabe:                                   

Salzbatterie für dezentrale Inhaus Stromspeicher  (CH Start up)

 

Die Alternative zu Teslas ‘Powerwall’.

 

Wieder aufladbare Batterien auf der Basis von Kochsalz sind zwar noch nicht verbreitet wie Lithium-Ionen-Akkus, aber für ausgewählte Zwecke leisten sie schon heute gute Dienste. Ein Physiker aus dem Kanton Bern entwickelt die Technologie nun für die Heimanwendung weiter: Ein Salz-Akku ab 7 kWh Speicherkapazität soll es auch z.B. Inhabern von Photovoltaik-Anlagen erlauben, ihren eigenen Solarstrom nachts und bei schlechtem Wetter ebenfalls selber zu nutzen. (Quelle: BFE)

Vortrag 3

Dr. Daniele Ganser

Historiker

CEO des Swiss Institute for Peace and Energy Research (SIPER)

 

Hautnahe Facts exklusiv aufgearbeitet und präsentiert für das Energieforum Flumserberg.

 

Globaler Kampf um Erdöl und Erdgas:

Warum wir unsere Häuser zu Kraftwerken umbauen müssen!

 

Über 90 Millionen Fässer Erdöl werden weltweit täglich verbraucht. Das sind 44 Supertanker. Woher kommt das Öl? Wie hat es die europäische Geschichte in den letzten 150 Jahren beeinflusst? Und vor allem: Können wir mit der Energiewende unsere Erdölsucht durchbrechen? Wie sehen die Themen Energie, Krieg und Frieden aus geostrategischer Perspektive aus? Tausende Menschen engagieren sich heute weltweit für Frieden und erneuerbare Energien. Wissenschaftler, Friedensforscher und neue Technologien, aber auch das Verhalten jedes einzelnen  könnten uns helfen, aus diesem ” Globalen Kampf um Erdöl und Erdgas” heraus zu kommen. Dazu müssen wir einen Teil der Lügen und der Brutalität überwinden, die unsere Welt noch immer prägen.

(Zusammenfassung EF-F aus diversen Veröffentlichungen von D.Ganser)

Mittagessen

Vortrag 4

Kurt Frei

CEO Flumroc AG Flums

 

Visionen smart Building:
Das “plus-Energie Bürohaus” und es funktioniert!

Auch nach dem zweiten Betriebsjahr belegen die Messwerte, dass das 2014 zum Plusenergie-Haus umgebaute Verwaltungsgebäude der Flumroc AG in Flums mehr Energie erzeugt, als es selber verbraucht. 15 Prozent beträgt der Energieüberschuss 2016 und entspricht somit den Werten des Vorjahres.

Der leicht geringere Solarertrag konnte durch einen tieferen Verbrauch wettgemacht werden. Dies zeigt, dass die Massnahmen zur weiteren Senkung des Stromverbrauchs wirken. Dazu gehören einerseits laufende technische Optimierungen, andererseits das sensibilisierte Verhalten der Mitarbeitenden aufgrund von gezielter und regelmässiger Information. Die energetischen Massnahmen wie eine sehr gute Wärmedämmung, eine effiziente Haustechnik, sparsame Geräte und Beleuchtung bewähren sich. Der Betrieb des Gebäudes und der Unterhalt der Anlagen erfordern lediglich einen geringen Aufwand. Gleichzeitig ist der Komfort für die Nutzenden des Gebäudes sehr hoch.

Das angenehme Raumklima und die mit Tageslicht durchfluteten Räume werden von den Mitarbeitenden geschätzt. Die Innenraumtemperaturen bewegen sich sowohl im Winter wie auch an heissen Sommertagen in einem angenehmen Bereich – dies notabene ohne Klimaanlage.

Die in der Planungsphase errechneten Werte zum Energieverbrauch im Plusenergie-Bürohaus haben sich auch in der Praxis als realisierbar erwiesen. Das freut die Verantwortlichen und soll andere dazu animieren, einen ähnlichen Weg einzuschlagen. Das Resultat belegt, dass die Energiewende im Gebäudebereich dank auf innovative Weise kombinierter Technologien und Materialien heute schon machbar ist.            (Quelle: Flumroc)

Vortrag 5

Prof. Dr. Andreas Fischlin

ETH  Zürich

Mit dem IPCC 2007 zusammen “Friedensnobelpreisträger

 

Unser energetisches Verhalten verändert das Klima:

Auswirkungen des Klimawandels auf das Ökosystem

 

Da erwartet uns ein spannender Vortrag mit einem hochkarätigen Referenten!

Vortrag 6

Prof. Dr. Urs Weidmann

Dipl. El.-Ing. ETH

CEO silent-power

 

 

Die Schweiz hat als eines der ersten Länder beschlossen, aus der Atomenergie auszusteigen. Dies hat gute Gründe:

 

Da die Schweiz die ersten, also ältesten Atomkraftwerke der Welt in Betrieb genommen hat, kommen diese nun an ihre physikalisch bedingte Altersgrenze und müssen ab 2019 ersetzt werden.

Parallel dazu neigt sich das fossile Zeitalter dem Ende zu, was eine Ablösung durch andere Energieressourcen nötig macht.

Die Klimaerwärmung wird durch den immer noch ungebremsten CO2-Ausstoss der fossilen Energieressourcen das Ölzeitalter lange vor dem Versiegen der Quellen zwingendermassen beenden!
Konkret wird man Öl- und Gasheizungen durch Wärmepumpen ersetzen. Einerseits wird damit Öl und Gas durch Strom ersetzt und andererseits wird das immer wärmer werdende Klima nach Gebäudekühlung rufen – die ebenfalls elektrisch angetrieben wird (NB: Im Automobilsektor ist die Klimaanlage innert 3 Jahren bereits zur selbstverständlichen Ausrüstung geworden).

Was den Vorgang beschleunigen wird: Nur mit elektrischen Wärmepumpen im Haushalt kann man neben heizen auch gleichzeitig praktisch ohne anlagebedingte Mehrkosten kühlen.

Wie sieht die Zukunft aus?

Photovoltaik und Wind werden als erneuerbare Energiequellen umweltfreundlich Strom ins Netz einspeisen. Während Wolkendurchgängen oder Windflauten wird die ausfallende Produktion durch Tausende dezentraler Kraftwerke kompensiert werden, die mit Methanol – dem neuen, CO2-neutralen Brennstoff – angetrieben werden.

Die Produktion von Methanol ist ein relativ einfacher, katalytischer Prozess und kann von jedermann vorgenommen werden. Jedes Land, jedes Dorf kann in Zukunft autonom und selbständig Methanol herstellen. Dies ist besonders wichtig für Entwicklungsländer, die keine wertvollen Dollars mehr für Ölimporte ausgeben müssen.

(Vorwort zur Einstimmung von Prof. Dr. Urs Weidmann)

 

Die Methanolvision, eine Zukunftstechnologie wird Gegenwart!

 

für die Langzeitspeicherung von Strom (z.B. vom Sommer in den Winter), oder für die Elektromobilität. Eine ganz spannende Technologie hat erste Erfolge.

Aus nachhaltigem Strom wird Methanol  Ein neuer Langzeitspeicher für Strom
Eine Elektrolyse mit zusätzlichen Veredelungsschritten erzeugt aus Strom künstliches Methanol (99%)

 

Nebst der Stromproduktion gelten Stromspeicherung und Stromtransport als grosse Herausforderungen der Zukunft. In Cham/ZG wurde eine Anlage entwickelt, welche genau diese Probleme löst. Mit sauberem Strom, der von erneuerbaren Energiequellen wie etwa Windkraft und Photovoltaikanlagen etc. stammt, sowie aus Wasser und dem in der Luft vorhandenen Gas CO2 stellt ein Zuger Startup Unternehmen vollsynthetisches Methanol her. Dieses Verfahren kann zentral in Grossanlagen oder in dezentralen Kleinanlagen erfolgen. Genau dort, wo «Überschussstrom» anfällt. Das produzierte M99 Methanol zeichnet sich durch eine 99%ige Reinheit aus und ist 100% biologisch abbaubar

 

 

Aus Methanol wird Strom und Wärme 

Das Methanol Kleinkraftwerk, Strom und Heizungswärme- und Kälteerzeuger.

 

Anstelle weiterer Grosskraftwerke setzt das Methanol Energiekonzept auf Tausende von kleinen Minikraftwerken, die Elektrizität sowie kaltes und warmes Wasser vor Ort produzieren. Die Wärme wird zum Heizen und Kühlen  verwendet, der Strom wird ins Netz eingespeist oder treibt Elektromotoren in Geräten, Maschinen und Fahrzeugen an.
Im stationären Bereich entwickelt das Chamer Unternehmen Minikraftwerke, die eine dezentrale Energieversorgung von Gebäuden sicherstellen. Mit diesem Konzept lösen sie auf einen Schlag mehrere Energieprobleme, die bis heute ungelöst sind. Die unauffälligen Anlagen können nahe bei Gebäuden betrieben werden.

Das Minikraftwerk arbeitet ruhig und nahezu systembedingt wartungsfrei und stösst keine störenden Abgase aus.

 

Die Minikraftwerke erlauben eine hohe Autonomie, indem sie die gespeicherte Energie M99 Methanol beim Verbraucher lagern, womit der Strom direkt vor Ort bedarfsgerecht produziert werden kann. Das bestehende Hochspannungsnetz muss deshalb in Zukunft nicht weiter ausgebaut werden.

 

Mit Methanol elektrisch mobil

 

Eine weitere Anwendung ist der mobile Methanol-Stromwandler mit welchem der vorher aus Strom hergestellte Brenn- und Treibstoff (M99 Methanol) wieder zurück in Strom umgewandelt werden kann.

Dieser thermophotovoltaische Wandler ermöglicht eine Anwendung in verschiedenen, mobilen Einsatzbereichen. Er erzeugt Strom für alle Arten von Elektroantrieben und sorgt für eine umweltfreundliche, CO2-neutrale Fortbewegung. Neben Autos, Notstromgeneratoren, Elektrorasenmähern oder E-Bikes können auch Schiffe, Baumaschinen oder Flugzeuge (Antrieb System Bertrand Piccard) mit dem sogenannten Econimo-Wandler angetrieben werden. Damit gehören schwere Batterien, langwieriges Aufladen, Lärm, Vibrationen sowie giftige Abgase der Vergangenheit an. Stattdessen werden die nahezu wartungsfreien Econimo-Drive Module leise und umweltfreundlich arbeiten.

(Quelle: silent-power AG Cham)

Vortrag 7

Neues aus der nachhaltigen Holzheizungstechnik

Daniel Jud

CEO Firma OekoSolve GmbH

 

Endlich sind auch kleinere Holzheizungen sauber:

High Tech Feinstaubfilter vom Cheminee, Kachelofen, Pellets-Heizung bis zur Schnitzel-Heizung    (CH Startup)

 

Leider entsteht bei der Verbrennung von Holz für Mensch und Tier gefährlicher und krebserregender Feinstaub, trotzdem ja diese Heizmethode CO2 neutral und nachhaltig ist. Seit einigen Jahren ist der Feinstaub vor allem in den Wintermonaten ein Tagesthema. Bei Inversionslagen (stabile warme Luftschicht über kalter Bodenluft) werden die Feinstaubgrenzwerte in der Luft regelmässig massiv überschritten und gefährden unsere Gesundheit. Der Druck auf die Holzheizungsbetreiber vor allem von kleinen Öfen wie Cheminee, Kachelofen etc. steigt und macht diese im Grunde genommene nachhaltige CO2 neutrale Heizung zur” Feinstaub Dreckschleuder”. Für grosse Schnitzelheizung gibt es teure Elektrofilter und aufwendige Nassreinigungsanlagen

Ein Startup aus dem Seeztal hat einen sehr effizienten Elektrofilter entwickelt, welcher auch für kleinere Holzheizungen sehr einfach nachrüstbar und preisgünstig ist.
Der Partikelfilter arbeitet nach dem elektrostatischen Prinzip. In den folgenden Abbildungen ist die Wirkungsweise des Feinstaubfilters schematisch dargestellt:
01 Feinstaubpartikel strömt mit der Abluft durch den Abgaskanal.

02 Durch eine Hochspannungselektrode werden Elektronen freigesetzt.

03 Die Elektronen bewegen sich durch elektrostatische Kräfte zur Kaminwand. Dabei werden die Feinstaubpartikel geladen und ebenfalls zur Wand bewegt.

04 Der Feinstaub sammelt sich an der Kaminwand an und verklumpt zu groben Flocken. Diese Ablagerungen werden bei der Reinigung durch den Kaminfeger entfernt.


Vorteile.

Elektrostatische Filter bieten gegenüber anderen Staubabscheidesystemen wie Nasswäschern und herkömmlichen Filtern verschiedene Vorteile:

– Hohe Wirksamkeit auch bei kleinen Partikeln
– Kein Zug- bzw. Druckverlust
– Geringe Wartungs- und Betriebskosten
– Keine Verschleissteile